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eGFR-Wert verstehen: Was die geschätzte Nierenfunktion bedeutet

Symbolbild

Der eGFR schätzt, wie gut deine Nieren filtern. Anders als beim Kreatinin ist hier ein niedriger Wert das Wichtige. Hier erfährst du, was er bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der eGFR schätzt, wie viel Blut deine Nieren pro Minute reinigen.
  • Anders als bei vielen Werten ist hier ein niedriger Wert das Auffällige.
  • Als grobe Orientierung gilt ein eGFR über 90 ml/min als normal, über 60 als meist unauffällig.
  • Ein einzelner niedriger Wert ist noch keine Diagnose und wird kontrolliert.

Referenzbereich zur Orientierung

Normalüber ~90
Leicht vermindert~60–90
Deutlich vermindertunter ~60
EinordnungBereich (ml/min/1,73 m²)
Normalüber ~90
Leicht vermindert~60–90
Deutlich vermindertunter ~60

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode. Maßgeblich ist immer der Bereich auf deinem eigenen Befund.

So steht es in deinem Befund

eGFR 72 ml/min ↓

Ein leicht verminderter Wert ist oft vorübergehend und wird im Verlauf beobachtet.

Der eGFR ist der Wert, der die Nierenfunktion am direktesten beschreibt. Er wird aus dem Kreatinin und einigen persönlichen Angaben berechnet. Wichtig zu verstehen: Anders als bei den meisten Laborwerten ist hier ein niedriger Wert das Auffällige, nicht ein hoher.

Ein einzelner niedriger eGFR ist noch keine Diagnose. Er wird im Verlauf und zusammen mit weiteren Werten beurteilt.

Was ist der eGFR-Wert?

eGFR steht für die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate. Sie gibt an, wie viel Blut deine Nieren pro Minute filtern und reinigen. Berechnet wird sie aus dem Kreatinin sowie aus Alter und Geschlecht. Angegeben wird der Wert in Milliliter pro Minute (ml/min/1,73 m²). Als grobe Orientierung gilt ein eGFR über 90 als normal und über 60 als meist unauffällig. Sinkt er darunter, kann das auf eine nachlassende Nierenfunktion hindeuten. Die genauen Grenzen hängen vom Labor und der Methode ab; maßgeblich ist immer der Bereich, der auf deinem eigenen Befund steht.

Blutröhrchen zur Abschätzung der Nierenfunktion

Symbolbild: Artem Podrez, pexels

Was bedeutet ein niedriger Wert?

Ein niedriger eGFR bedeutet, dass die Nieren weniger Blut filtern als üblich. Mögliche Gründe sind:

  • zu wenig Flüssigkeit im Körper, was oft vorübergehend ist
  • ein höheres Lebensalter, in dem die Filterleistung natürlicherweise abnimmt
  • eine länger bestehende Nierenschwäche
  • bestimmte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes

Ein einmalig leicht verminderter Wert ist häufig und oft harmlos, etwa nach zu wenig Trinken. Erst ein dauerhaft niedriger eGFR über mehrere Messungen ist aussagekräftig.

Was du jetzt tun kannst

Bleib bei einem einmalig niedrigen Wert gelassen und achte auf ausreichendes Trinken. Deine Ärztin oder dein Arzt kann den eGFR im Verlauf beobachten und zusammen mit dem Kreatinin und dem Urin einordnen. Das ersetzt kein ärztliches Gespräch.

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Häufige Fragen

Warum ist beim eGFR ein niedriger Wert das Auffällige?

Der eGFR misst die Filterleistung der Nieren. Je höher, desto besser filtern sie. Ein niedriger Wert zeigt, dass weniger Blut gereinigt wird.

Ist ein eGFR knapp unter dem Normbereich schlimm?

Ein einmalig leicht verminderter Wert ist häufig und oft harmlos, etwa nach zu wenig Trinken. Erst ein dauerhaft niedriger Wert ist aussagekräftig.

Sinkt der eGFR mit dem Alter?

Ja, ein Stück weit. Die Filterleistung der Nieren nimmt im Alter natürlicherweise ab. Was für dich normal ist, ordnet die ärztliche Einschätzung ein.

Wie hängen eGFR und Kreatinin zusammen?

Der eGFR wird aus dem Kreatinin berechnet. Steigt das Kreatinin, sinkt rechnerisch der eGFR. Zusammen geben sie ein genaueres Bild als jeder Wert allein.

Quellen

  1. Mayo Clinic Laboratory Test Catalog: Estimated Glomerular Filtration Rate (eGFR)
  2. Laborlexikon – glomeruläre Filtrationsrate
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und dem besseren Verständnis medizinischer Begriffe. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine Apotheke.