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Gesundheitscheck: Ablauf, Werte und Vorbereitung verständlich erklärt

Symbolbild

Der Gesundheitscheck ist eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung, die Risiken für Herz, Kreislauf, Nieren und Diabetes früh aufspüren soll. Hier erfährst du, was untersucht wird, wie du dich vorbereitest und was die wichtigsten Werte grob bedeuten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gesundheitscheck ist eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung, um Risiken für Herz, Kreislauf, Nieren und Diabetes früh zu erkennen.
  • Untersucht werden unter anderem das ärztliche Gespräch, der Blutdruck, Blutwerte wie Cholesterin und Blutzucker sowie der Urin.
  • In Deutschland zahlt die gesetzliche Krankenkasse den Check ab 35 alle drei Jahre, zwischen 18 und 34 einmalig.
  • Für einige Blutwerte solltest du nüchtern sein. Wie viele Stunden, erfährst du vorab in deiner Praxis.

Was ist der Gesundheits-Check-up?

Der Gesundheitscheck ist eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung. Sein Ziel ist es, gesundheitliche Risiken früh zu erkennen, häufig schon bevor du überhaupt etwas bemerkst. Im Mittelpunkt stehen Erkrankungen, die sich über Jahre langsam und ohne deutliche Beschwerden entwickeln können. Dazu gehören vor allem Probleme am Herz-Kreislauf-System, Erkrankungen der Nieren und ein beginnender Diabetes.

Der medizinische Fachbegriff für eine solche Vorsorge ohne konkreten Krankheitsverdacht lautet Gesundheitsuntersuchung. In der ärztlichen Dokumentation taucht sie manchmal unter dem Schlüssel Z00.0 auf, der für eine allgemeine ärztliche Untersuchung ohne Beschwerden steht.

In Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten. Zwischen 18 und 34 Jahren kannst du den Check-up einmalig in Anspruch nehmen. Ab 35 Jahren steht er dir dann regelmäßig alle drei Jahre zu. Durchgeführt wird er meist in der hausärztlichen Praxis.

Besonders sinnvoll ist der Check-up, weil hoher Blutdruck, erhöhte Blutfette oder ein zu hoher Blutzucker über lange Zeit oft keine Beschwerden machen. So bleiben sie leicht unbemerkt, bis Folgen am Herzen, an den Gefäßen oder an den Nieren auftreten. Wer seine Risiken früh kennt, kann gemeinsam mit der Praxis gegensteuern, häufig schon mit Änderungen im Alltag.

Wichtig zu wissen ist, dass der Check-up kein Test auf eine einzelne, bestimmte Krankheit ist. Er verschafft einen Überblick über deinen aktuellen Gesundheitszustand und schafft Raum, in Ruhe über Beschwerden, deinen Lebensstil und persönliche Risiken zu sprechen. Gerade dieses Gespräch ist oft genauso wertvoll wie die einzelnen Messwerte.

Was untersucht wird

Am Anfang steht das ärztliche Gespräch, in der Fachsprache Anamnese genannt. Dabei geht es um deine bisherige Krankengeschichte, um Erkrankungen in deiner Familie und um Risikofaktoren wie Rauchen, wenig Bewegung, Ernährung, Alkohol und Stress. Diese Angaben helfen dabei, deine Ergebnisse richtig einzuordnen.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Üblich sind das Abhören von Herz und Lunge, das Abtasten des Bauchraums und die Messung des Blutdrucks. Aus einer Blutprobe werden unter anderem der Cholesterinwert und der Blutzucker bestimmt. Eine Urinprobe liefert zusätzliche Hinweise auf Nieren und Harnwege.

Der Blutdruck wird meist am Arm mit einer Manschette gemessen. Damit der Wert aussagekräftig ist, solltest du vorher einige Minuten ruhig sitzen. Oft werden auch Körpergewicht und Körpergröße erfasst, um dein persönliches Risiko besser einschätzen zu können. Der Check-up ist zugleich ein guter Moment, um deinen Impfstatus zu prüfen und offene Fragen anzusprechen.

Je nach Alter, Geschlecht und persönlichem Risiko können weitere Schritte sinnvoll sein. Im Rahmen des Check-ups ist außerdem eine einmalige Untersuchung auf die Leberentzündungen Hepatitis B und C vorgesehen. Welche Untersuchungen genau zu dir passen, besprichst du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Was die wichtigsten Werte grob bedeuten

Die Ergebnisse eines Check-ups sind immer nur einzelne Bausteine. Ob ein Wert als auffällig gilt, hängt vom jeweiligen Labor, von der Messmethode und von deiner gesamten Lebenssituation ab. Die eigentliche Bewertung nimmt deshalb immer deine Ärztin oder dein Arzt vor und nie ein einzelner Zahlenwert für sich.

Der Blutdruck zeigt, mit welchem Druck das Blut durch deine Gefäße fließt. Dauerhaft zu hohe Werte können Herz und Gefäße mit der Zeit belasten. Die Blutfette, zu denen das Cholesterin gehört, werden im Zusammenhang mit dem Risiko für Herz und Kreislauf betrachtet. Der Blutzucker gibt Hinweise darauf, wie dein Körper mit Zucker umgeht, und kann auf einen Diabetes oder eine Vorstufe hindeuten. Die Nierenwerte aus Blut und Urin zeigen, wie gut deine Nieren ihre Aufgabe als Filter erfüllen.

Auch der Urin wird auf bestimmte Bestandteile untersucht, etwa auf Zucker, Eiweiß oder Hinweise auf eine Entzündung. Erhöhtes Eiweiß im Urin kann zum Beispiel ein früher Hinweis auf die Nieren sein und wird dann genauer abgeklärt. Die Bereiche, die als normal gelten, stehen als Referenzwerte auf dem Laborbogen und können sich je nach Labor leicht unterscheiden.

Ein einzelner auffälliger Wert bedeutet noch keine Krankheit. Häufig wird eine Messung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt oder durch weitere Untersuchungen ergänzt, bevor sich ein verlässliches Bild ergibt.

Wie du dich vorbereitest

Für einige Blutwerte, etwa den Blutzucker und die Blutfette, ist es sinnvoll, nüchtern zu sein. Das bedeutet, dass du vor der Blutabnahme eine bestimmte Zeit nichts isst. Wie viele Stunden nötig sind, erfährst du in deiner Praxis, wenn du den Termin vereinbarst. Wasser ohne Zusätze darfst du in der Regel trinken.

Viele Termine für die Blutabnahme liegen am Vormittag, weil das Nüchternsein dann leichter fällt. Iss und trinke am Abend davor am besten wie sonst auch und verzichte nicht plötzlich auf gewohnte Dinge, damit die Werte deinen Alltag widerspiegeln. Trage zum Termin Kleidung, bei der der Oberarm für die Blutdruckmessung leicht frei wird.

Praktisch ist es, wenn du eine aktuelle Liste deiner Medikamente, deinen Impfpass und frühere Befunde mitbringst. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, frage vorher nach, ob du sie am Morgen der Untersuchung wie gewohnt nehmen sollst. Notiere dir außerdem vorab, welche Beschwerden oder Fragen du ansprechen möchtest, damit im Gespräch nichts untergeht.

Was nach dem Check kommt

Nach den Untersuchungen bespricht die Ärztin oder der Arzt die Ergebnisse mit dir. Sind alle Werte unauffällig, ist meist nichts weiter nötig, und der nächste Check-up steht erst zum regulären Termin wieder an.

Zeigen sich Auffälligkeiten, folgt eine weitere Abklärung. Das kann eine zusätzliche Untersuchung sein, eine Überweisung in eine Fachpraxis oder eine konkrete Empfehlung zu Bewegung, Ernährung und Gewicht. Manchmal genügt es, einen Wert nach einiger Zeit noch einmal zu kontrollieren. Der Check-up bleibt immer eine Momentaufnahme. Wie es dir langfristig geht, hängt auch davon ab, wie du im Alltag mit Bewegung, Ernährung und regelmäßiger Vorsorge umgehst.

Falls Medikamente nötig werden, etwa gegen hohen Blutdruck, bespricht die Praxis mit dir, wie es weitergeht und wann der Wert erneut kontrolliert wird. Ein auffälliges Ergebnis ist kein Grund zur Panik, sondern ein Anlass, gezielt hinzuschauen. Du hast außerdem das Recht, deine Ergebnisse erklärt zu bekommen und eine Kopie der Befunde zu erhalten, damit du Werte beim nächsten Mal vergleichen kannst.

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Häufige Fragen

Ab welchem Alter zahlt die Krankenkasse den Gesundheitscheck?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt den Check-up zwischen 18 und 34 Jahren einmalig und ab 35 Jahren regelmäßig alle drei Jahre. Bei Beschwerden oder erhöhtem Risiko können weitere Untersuchungen möglich sein.

Muss ich für den Gesundheitscheck nüchtern sein?

Für einige Blutwerte wie Blutzucker und Blutfette ist Nüchternheit sinnvoll. Wie viele Stunden du vorher nichts essen solltest, erfährst du in deiner Praxis. Wasser darfst du meist trinken.

Wie lange dauert ein Gesundheitscheck?

Das Gespräch und die Untersuchungen sind meist an einem Termin erledigt. Die Ergebnisse der Blutabnahme liegen oft erst einige Tage später vor und werden dann mit dir besprochen.

Ersetzt der Gesundheitscheck die Krebsfrüherkennung?

Nein. Die Früherkennung von Krebs, etwa der Haut, des Darms oder des Gebärmutterhalses, läuft über eigene Vorsorgeprogramme. Sprich deine Ärztin oder deinen Arzt darauf an, welche Untersuchungen für dich vorgesehen sind.

Quellen

  1. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Gesundheitsuntersuchung (Check-up)
  2. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Der Gesundheits-Check-up
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und dem besseren Verständnis medizinischer Begriffe. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin, deinen Arzt oder eine Apotheke.