Unsere Geschichte

Wie aus 14 Arztberichten am Küchentisch ein Übersetzungs-Service für über 50.000 Befunde wurde.

Im Oktober 2023 bekam meine Mutter eine Diagnose.

Es begann mit einem Termin bei der Frauenärztin. Sie hatte etwas gefühlt, was nicht dahin gehörte. Innerhalb von zwei Wochen folgten CT, MRT, Klinikaufnahme. Am Ende: Eierstockkrebs, fortgeschritten. Eine Diagnose, die unser Leben verändert hat.

Ich will an dieser Stelle ehrlich sein: Was uns in den nächsten Monaten genauso belastet hat wie die Krankheit selbst, war etwas, das eigentlich harmlos klingt. Wir verstanden die Arztberichte nicht.

14 Berichte am Küchentisch

Auf die Diagnose folgte die Behandlung. Operation. Chemotherapie alle drei Wochen, ein halbes Jahr lang. Dazu Nachsorge-Termine, Laborwerte, bildgebende Verfahren. Mit jedem Termin kam ein neuer Bericht nach Hause.

Irgendwann saßen wir mit 14 Berichten am Küchentisch und verstanden keinen davon vollständig.

Wir googelten einzelne Begriffe. Wir verglichen Werte mit Referenzbereichen, die wir nicht einordnen konnten. Wir fragten beim nächsten Arzttermin nach – und vergaben dabei oft die ersten zehn der zwanzig Minuten dafür, den letzten Bericht erklärt zu bekommen, statt über das zu sprechen, was als Nächstes ansteht.

Wir waren nicht dumm. Wir waren nur nicht ausgebildet, medizinische Fachsprache zu lesen. Und das ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland.

Der Moment, in dem KI verfügbar wurde

Im Lauf des Jahres 2024 wurde es möglich, was vorher nicht ging: KI-Modelle konnten medizinische Texte zuverlässig genug einordnen, dass eine Patientin oder ein Angehöriger damit etwas anfangen konnte. Nicht als Ersatz für einen Arzt. Aber als Übersetzungshilfe.

Ich habe angefangen, unsere eigenen Berichte zu übersetzen. Erst für uns selbst. Dann für Freunde, die in ähnliche Situationen kamen. Dann wurde aus dem „ich helfe uns“ eine Frage: Wenn das so vielen anderen genauso fehlt – warum gibt es das nicht als Service?

Mein Arztbefund ist im August 2025 öffentlich online gegangen.

Warum ich diese Geschichte erzähle

Meine Mutter unterstützt aktiv, dass ich diese Geschichte erzähle. Aus der Zeit, in der wir selbst keine Sprache für das hatten, was uns gerade widerfuhr, ist etwas geworden, das anderen Familien diese Sprache früher zur Verfügung stellt. Das war ihr Wunsch und unser Antrieb.

Was daraus geworden ist

Heute ist Mein Arztbefund das, was uns vor drei Jahren gefehlt hat. Über 50.000 Befunde haben wir seit dem öffentlichen Launch übersetzt – Arztbriefe, Entlassungsberichte, Laborbefunde, MRT-Berichte, Fachgutachten. Für Patient:innen, für Töchter und Söhne, die sich um ihre Eltern kümmern, für Familien, in denen mehr als eine Sprache zu Hause ist.

Wir sind zu Hause in Niedersachsen ❤️ Unsere Server stehen in Deutschland.

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Über 50.000 übersetzte Befunde

Seit dem öffentlichen Launch im August 2025 helfen wir Menschen dabei, ihre Arztberichte zu verstehen.

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15 Sprachen, frei kombinierbar

Vom deutschen Arztbericht in türkische Erklärung, vom polnischen Befund ins Deutsche. Cross-Language ist kein Add-on, sondern Kern.

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Daten in der EU

Server in Deutschland, verschlüsselte Übertragung, Löschung nach Abruf. Eure Befunde verlassen die EU/Deutschland nicht. ❤️

Wer hinter Mein Arztbefund steht

Gründer von Mein Arztbefund. Über 16 Jahre Erfahrung im digitalen Business, davor Stationen in E-Commerce und Software-Entwicklung. Die Idee zu Mein Arztbefund ist aus der eigenen Familiengeschichte entstanden – nicht aus einem Business-Plan-Workshop.

Was mich an der Arbeit an Mein Arztbefund am meisten berührt, sind die Nachrichten, die wir bekommen. „Endlich verstehe ich, was bei meiner Mutter wirklich los ist.“ Das ist der Satz, den wir vor drei Jahren selbst gesucht haben.

Christian Schneider

Christian Schneider

Gründer von Mein Arztbefund

Probier es aus – du kannst die Übersetzung kostenfrei testen.