Psychische Erkrankungen-Selbsthilfe in Berlin-Mitte
Du musst den Weg mit Psychische Erkrankungen nicht allein gehen. Für Berlin-Mitte haben wir 1 geprüftes Selbsthilfe-Angebot für Dich zusammengetragen – Verbände und Gruppen, die begleiten und zuhören. Hier findest Du Menschen, die Ähnliches erleben – ehrenamtlich, vertraulich und offen für Betroffene wie Angehörige.
SHG "Zwänge"
Selbsthilfe bei Psychische Erkrankungen
Eine psychische Erkrankung verändert oft nicht nur das eigene Erleben, sondern auch das Leben der ganzen Familie. Viele Betroffene kämpfen zusätzlich mit Scham oder der Angst, nicht verstanden zu werden. Dabei ist der Schritt, offen darüber zu sprechen, oft schon eine große Entlastung. In einer Selbsthilfegruppe triffst Du Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie sich Deine Situation anfühlt, und die zuhören, ohne zu urteilen. Verbände und Patientenorganisationen ergänzen dieses Angebot mit Informationen, Beratung und manchmal auch rechtlicher Unterstützung. Auch Angehörige sind hier richtig, denn mitzufühlen, mitzutragen und manchmal an eigene Grenzen zu kommen gehört ebenso zur Erkrankung wie das Erleben der Betroffenen selbst. Was in der Gruppe zur Sprache kommt, bleibt vertraulich. Nichts davon ersetzt jedoch die ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Häufige Fragen
Muss ich eine ärztliche Diagnose haben, um teilzunehmen?
Nein. Viele Menschen kommen auch dann, wenn sie unsicher sind, ob das, was sie erleben, überhaupt eine psychische Erkrankung ist. Eine Diagnose musst Du nicht vorlegen und nichts rechtfertigen. Wichtig ist allein, dass Du Dich mit Deinem Anliegen willkommen fühlst, egal ob in einer Selbsthilfegruppe oder bei einem Verband.
Ersetzt eine Selbsthilfegruppe oder ein Verband die Therapie bei einer Ärztin oder einem Arzt?
Nein. Beide Angebote ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Sie sind eine Ergänzung, ein Ort für Austausch, gegenseitiges Verständnis und praktische Informationen, während die fachliche Behandlung weiterhin in professionellen Händen liegt.
Können auch Angehörige teilnehmen?
Ja. Viele Selbsthilfegruppen richten sich gezielt an Angehörige, andere ermöglichen den gemeinsamen Austausch. Auch Verbände und Patientenorganisationen bieten häufig eigene Angebote für Familienmitglieder, die mit Sorge und Überforderung leben.
Bleibt das, was ich erzähle, vertraulich?
In Selbsthilfegruppen gehört Vertraulichkeit zu den Grundregeln und wird meist zu Beginn jedes Treffens noch einmal angesprochen. Auch bei Beratungsgesprächen von Verbänden und Patientenorganisationen kannst Du davon ausgehen, dass persönliche Angaben vertraulich behandelt werden. So entsteht die Sicherheit, auch über belastende Gedanken offen sprechen zu können.
Was bieten Verbände zusätzlich zu Selbsthilfegruppen, und wie finde ich ein passendes Angebot?
Verbände und Patientenorganisationen bieten oft mehr als den persönlichen Austausch: Informationsmaterial, telefonische Beratung, Unterstützung bei Anträgen oder Hinweise zu rechtlichen Fragen. Eine gute erste Anlaufstelle sind örtliche Beratungsstellen oder die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, die passende Kontakte vermitteln können. Am Ende ersetzt aber keines dieser Angebote die individuelle ärztliche Behandlung.